Was Musik alles kann

„Musikwahrnehmung und aktives Musizieren auf hohem Niveau gehören zu den anspruchsvollsten menschlichen Tätigkeiten“, erläutert Professor Eckart Altenmüller von der Hochschule für Musik und Theater in Hannover.
„Das Nervensystem geht hier an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit“, sagt der Neurologe, der am Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin forscht.
Denn Musiker müssen sehr komplexe Bewegungsabläufe ausüben, die das Gehör in Echtzeit einer strengen Kontrolle unterzieht. Dabei wächst die Präzision des Gehörs ständig und mit ihr die Hörregionen im Gehirn.
Durch das Spiel auf der Geige oder auf einem anderen Instrument entstehen neue Nervenverbindungen, die nach und nach ein feines Netzwerk im Gehirn bilden.
Es ist nie zu spät, mit dem Musizieren anzufangen.
Die enorme Wandlungsfähigkeit des Gehirns bleibt ein Leben lang erhalten. Das zeigen Versuche mit erwachsenen Klavieranfängern. Schon nach 20-minütigem Üben lassen sich bei den frisch gebackenen Pianisten neue Nervenverbindungen nachweisen: Großhirnbereiche für Hören, Sinneswahrnehmung und Bewegung verknüpfen sich verstärkt. Nach fünf Wochen zeigt sich eine weitere Anpassung an das neue Hobby: Beim Hören von Musik werden nun Regionen im Großhirn aktiv, die für die Steuerung der Hand zuständig sind. Umgekehrt aktiviert das Spielen auf einer „stummen Klaviertastatur“ die für das Hören zuständigen Regionen.
(welt.de „Musizieren verändert das Gehirn zum Guten“)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.